Gemeinsames Lernen

Gemeinsames Lernen bedeutet, dass Kinder mit Beeinträchtigungen gemeinsam mit nichtbeeinträchtigten Kindern in allgemeinbildenden Schulen lernen. Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen werden also nicht von den übrigen Kindern getrennt, sondern wachsen stattdessen in ihrem natürlichen Lebensumfeld auf. Das Recht auf Gemeinsames Lernen schließt grundsätzlich alle Kinder ein, unabhängig von der Schwere einer Behinderung.

Im allgemeinen Unterricht und im Förderunterricht fördern und fordern die Lehrer*innen zum einen Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), Rechenschwäche (Dyskalkulie) und Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache, zum anderen mit Forderbedarf, z.B. mithilfe von zusätzlichen und/oder komplexeren Aufgabenstellungen.

Zum anderen bietet die zuständige Schulaufsicht darüber hinaus auf der Grundlage des „Ersten Gesetzes zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen“ (9. Schulrechtsänderungsgesetz) den Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf mindestens eine geeignete allgemeinbildende Schule an. Auch wir als allgemeinbildende Schule lehren und lernen daher gemeinsam mit Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Ein/e Sonderpädagog*in arbeitet mit dem jeweiligen Kind stundenweise gemeinsam mit unserem Team und teilweise Schulbegleiter*innen gemeinsam im Klassenraum und im Föderunterricht. Die Klassen- und Fachlehrer*nnen übernehmen gemeinsam die Unterrichtsvorbereitung und die notwendige Differenzierung.

In NRW gibt es die folgenden sonderpädagogischen Schwerpunkte:

  • Lernen
  • Sprache
  • Emotionale und soziale Entwicklung

darüber hinaus die Förderschwerpunkte

  • Hören und Kommunikation
  • Sehen
  • Geistige Entwicklung
  • Körperliche und motorische Entwicklung.

Einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann außerdem eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) begründen. Im Fall, dass ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung festgestellt wird, ordnet die Schulaufsichtsbehörde den/die Schüler*in mit ASS einem der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte zu.

Weitere Informationen zum Thema Sonderpädagogik erhalten sie auf der Seite des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW.

Drehtürmodell und Hochbegabung

An unserer Schule bieten wir besonders begabten Schüler*innen in Mathematik an, ab der 3. Klasse die Mathematikstunden der 4. Klasse zu besuchen. Ab der 4. Klasse darf ein solches Kind dann am Mathematikunterricht der 5. Klasse am benachbarten Gymnasium am Poth teilnehmen (Drehtürmodell).

Darüber hinaus vermittelt die Stiftung Haus der Talente der Landeshauptstadt Düsseldorf Lehrer*innen und Eltern Diagnose- und Förderangebote.

„Es gibt zur Zeit keine einheitliche anerkannte Definition, was Hochbegabung eigentlich ist. Allgemein – aber doch sehr unpräzise – lässt sich sagen, dass das hochbegabte Kind Gleichaltrigen auf musischem, sportlichem oder intellektuellem Gebiet weit voraus ist. Während es für musische und sportliche Begabungen in unserer Gesellschaft eine sehr hohe Akzeptanz gibt, trifft dies bei einer intellektuellen Begabung häufig nicht zu. Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden.“

Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.